Deutsche Dienststelle (WASt)
 

14.12.2016

Spuren im Sand

Vor etwa 6 Jahren fand ein junger Russe, im Bereich der Frischen Nehrung in der Nähe von Pillau im Sand vergraben, verschiedene Rücklassgegenstände eines ehemaligen Wehrmachtsoldaten.

Bei der dienstlichen Tätigkeit eines Dolmetschers übergab er die Gegenstände in der Hoffnung ein Schicksal eines deutschen Soldaten klären zu können.

Nach dem die Deutsche Dienststelle (WASt) die Gegenstände erhielt konnte anhand der verzeichneten Feldpostnummer und weiteren Hinweisen der ehemalige Besitzer ermittelt werden.

In der Fachabteilung Nach- und Rücklässe wurde nun eifrig nach Angehörigen gesucht um ihnen den Rücklass zukommen zu lassen.

Nach geraumer Zeit meldete sich ein Sohn  bei der Deutschen Dienststelle (WASt) und teilte mit, dass der Vater den Krieg überlebt hat und 1983 verstarb. Er und seine beiden Geschwister sind sehr gespannt was sie erwartet.

Nach Zusendung einer Kamera, Beleuchtungsmesser, Auslöser und mehrere Rollfilme erhielt unsere Mitarbeiterin folgenden Text:

Ihre Benachrichtigung hat uns 3 Kinder in große Aufregung versetzt. Eine Sache die nun fast 70 Jahre zurück liegt und viele Gedanken und damit verbunden, auch viele Fragen aufwirft. Vater und Mutter haben nie über diese Zeit gesprochen und nun versuchen wir, mit dem wenigen Wissen, ein bischen Klarheit zu bekommen.

Mit diesen Hinterlassenschaften haben sie uns zumindest diese ganze Zeit nochmals in Erinnerung gebracht und zu langen Diskussionen angeregt.

Hierfür möchten wir uns nochmals ganz herzlich bedanken.

Wir denken Sie werden noch viele, viele Menschen in ähnlicher Weise bewegen.

Friedrichshafen, den 06.12.2016

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