Deutsche Dienststelle (WASt)
 

Aufgaben der DD-WASt

Schicksalsklärung / Verbleib

  • Verbleibsangelegenheiten an Privatpersonen und Behörden
  • Auskünfte an die Suchdienste
  • Benachrichtigungen über Sterbefallanzeigen
  • Mitteilungen über Todesmeldungen
  • Auskünfte und Bescheinigungen über das Vermisst- bzw. Verschollensein im Zusammenhang von Hinterbliebenenversorgung, Eherecht, Erbrecht und des Personenstandsrechts
  • Recherchen zu Vaterschaftsanfragen zu den sogenannten Kriegskindern, Aufenthaltsermittlungen und Familienzusammenführung
  • Auskünfte in Vormundschaft-/Unterhalts- und Erbrechtsangelegenheiten
  • Auskünfte über den Verbleib von Zivilpersonen, die nach dem Krieg bei dem vom US-Oberkommando organisierten Civilian Support (ehemals "Labor Service"- Einheiten) der US-Streitkräfte in Deutschland tätig waren

Verbleibsanfragen für amtliche Zwecke

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Das einer Todeserklärung vorausgehende Aufgebotsverfahren wird nur auf Antrag beim zuständigen örtlichen Amtsgericht eingeleitet. Aufgrund der allgemeinen Verfügung des Bundesministers der Justiz vom 26.01.1951 - 3412/2 - 101 53/51 - ist grundsätzlich bei verschollenen Kriegsteilnehmern vor Erlass des Aufgebotes eine Anfrage bei der Deutschen Dienststelle erforderlich.

Der Antrag beim Amtsgericht kann von jeder Person gestellt werden, die ein rechtliches Interesse an der Todeserklärung hat.

Aufgrund des gerichtlichen Todeserklärungsbeschlusses wird eine Eintragung in das beim Standesamt I in Berlin geführte Buch für Todeserklärungen vorgenommen. Die daraus erstellten Auszüge dienen im Rechtsverkehr als Ersatz für die Sterbeurkunde.

Privatpersonen erhalten eine gesiegelte Bescheinigung zur Vorlage beim Amtsgericht. Aus dieser Bescheinigung geht die letzte hier erfasste Meldung hervor.

Wurde bereits ein Todeserklärungsverfahren durchgeführt, werden die Daten des Beschlusses mitgeteilt.

Verbleibsanfragen für Erbschaftsangelegenheit

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Viele Angehörige wissen, dass ihr Angehöriger im Krieg gefallen ist. Im Zusammenhang mit einer Erbschaftsangelegenheit muss oft eine Sterbeurkunde vorgelegt werden, die in der Familie meistens nicht mehr vorhanden ist.

In diesem Fall werden die Todesmeldung und die Daten der Beurkundung mitgeteilt, bzw. das Standesamt genannt, bei dem der Sterbefall zur Beurkundung angezeigt wurde.
Sollte dieses Standesamt heute nicht mehr erreichbar sein, wird eine Bescheinigung beigefügt, die in der Regel im Rechtsverkehr als Sterbenachweis anerkannt wird.

Sollte der Tod nicht erwiesen sein, wird eine Bescheinigung zur Vorlage beim Amtsgericht (Todeserklärungsverfahren) beigefügt. Ist bereits ein Todeserklärungsverfahren durchgeführt worden, so werden diese Daten mitgeteilt.

Verbleibsanfragen für gewerbliche Erbenermittler

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Siehe auch Informationen zur Weitergabe von Daten für Erbenermittler im Abschnitt Datenschutz.

Mitgeteilt wird:

zum Schicksal des Gesuchten:

  • Krieg überlebt:
    - Nachkriegsanschriften
  • gefallen/verstorben:
    - Todesdatum, eventuell Todesort
    - Sterbefallanzeige bzw. Beurkundung
  • Schicksal ungeklärt:
    - Datum der letzten bekannten Meldung, bzw. Vermisstendatum
    - eventuell Hinweise auf ein Todeserklärungsverfahren, bzw. Beschluss

zu den Angehörigen:

  • alle Heimatanschriften
  • Adressen von Angehörigen, die verzeichnet sind

Verbleibsanfragen hinsichtlich Personenstandsinformation

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Je nach Art der Anfrage können diese Auskünfte unter Beachtung der vorliegenden Datenschutzregelungen beispielsweise folgende Angaben enthalten:

  • Personalien der Soldaten
  • Heimatanschriften
  • eventuell Todesmeldung
  • eventuelle Hinweise auf eine standesamtliche Beurkundung