Deutsche Dienststelle (WASt)
 

Unterlagen der DD-WASt

Erkennungsmarkenverzeichnis/Verlustunterlagen

Die Erkennungsmarken-Verzeichnisse (EM-Verzeichnis) mit ihren Personal-veränderungsmeldungen des Heeres und der Luftwaffe befinden sich nahezu vollständig in der Deutschen Dienststelle (WASt) und haben einen Umfang von rund 100 Millionen Eintragungen. Sie werden unter anderem dazu benötigt, Identifizierungen von unbekannten Toten anhand der aufgefundenen Erkennungsmarken vorzunehmen und sind neben der Zentralkarteikarte die wichtigsten Unterlagen für den Nachweis des Kriegsdienstes. Anhand der persönlichen Daten (Geburtsdatum, Familienname, Vorname) können über die Hinweisdatenbank alle über eine bestimmte Person in den EM-Verzeichnissen vorliegenden Meldungen, abgerufen werden.


Erkennungsmarken

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Jedem Soldaten wurde bei seiner Einberufung eine Erkennungsmarke ausgehändigt, die bestimmungsgemäß an einer Schnur um den Hals getragen werden musste. Die aus Metalllegierungen bestehenden Marken waren gegen Hitze und Verrottung weitgehend unempfindlich, sodass gefallene Soldaten auch dann noch identifiziert werden konnten, wenn ihre Personalpapiere dies nicht mehr zuließen.

Im Gegensatz zum Ersten Weltkrieg enthielten die Erkennungsmarken des Zweiten Weltkrieges keine Personalangaben, sondern lediglich die Truppenteilbezeichnung und eine persönliche Nummer.

Die Personalien der Träger konnten anhand der von den einzelnen Truppenteilen aufgestellten Erkennungsmarkenverzeichnisse ermittelt werden.

Nach den im Krieg geltenden Bestimmungen meldeten alle Einheiten die Personalien und Erkennungsmarkenbeschriftungen der damaligen Wehrmachtauskunftstelle.