Deutsche Dienststelle (WASt)
 

Unterlagen der DD-WASt

Abwicklungsunterlagen

Als Ausgleich für die in verschiedenen Kesselschlachten eingeschlossenen Truppen, die aufgrund des Kampfgeschehens nicht mehr in der Lage waren, die Verluste ihrer Soldaten an die WASt zu melden, wurden beim Oberkommando des Heeres sogenannte Abwicklungsstäbe gebildet. Diese hatten den Auftrag, sich mit dem Verbleib der Soldaten zu befassen. Die Verlustmeldungen der Einheiten und die Verbleibsanfragen nach Wehrmachtangehörigen, deren Schicksal ungeklärt war, wurden von den Abwicklungsstäben gesammelt und zusammen mit den an die Angehörigen versandten Fragebögen, die diese soweit wie möglich zu ergänzen hatten, zentral erfasst und karteimäßig ausgewertet. Allein vom Arbeitsstab Stalingrad sind 286 Ordner mit 706.297 Meldungen vorhanden.

 

AbwicklungsraumZeitraumEinsatzraum
88000 - 88527Mittelabschnitt RusslandJuni - August 1944Minsk, Orscha, Mogilew, Beresino, Bobruisk, Borissow, Olita (Litauen), Witebsk, Malinowka (Rollbahn Gorka-Minsk)
88528 - 88549FeldherrnhalleJuli 1944Mogilew, Minsk
88550 - 88621KrimApril - Mai 1944Sewastopol
88622 - 88710GalizienJuli - August 1944Brody, Lemberg, Kniaze
88711 - 88715PolenOktober 1944 - März 1945Großer Weichselbogen Frankfurt/Oder
88716 - 89209RumänienAugust 1944Jassy, Causani, Tiraspol, Leova a. Pruth, Galatz, Husi a. Pruth, Kischinew, Tighina/Bessarabien
89210 - 89217RhodosOktober 1944Insel Rhodos
89218 - 90087WestenJuni - Dezember 1944 und Anfang 1945Frankreich, Holland, Belgien Dünkirchen, Elsaß, Normandie, Caen, Calais, Le Havre, Cherbourg, Marseille, St. Nazaire, Bretagne, Brest, Rouen a. Seine, Insel Walcheren, Aachen, Düren, Metz (Lothringen)