Deutsche Dienststelle (WASt)
 

Unterlagen der DD-WASt

Feldpostübersicht

Um den deutschen Soldaten im Feld mit der Heimat zu verbinden, wurde bei Kriegsbeginn die Feldpost eingeführt. Die Feldpostbriefe wurden nicht direkt an die Einheit adressiert, an die sie geschickt wurden, sondern mit einer fünfstelligen Nummer versehen. Jede Einheit der Wehrmacht hatte eine andere Nummer, die aus Geheimhaltungsgründen vergeben wurde und die im Laufe des Krieges durchaus wechseln konnte. Diese fünfstelligen Nummern wurden an größere Verbände (Bataillon, Abteilung usw.) vergeben, kleinere unterstellte Einheiten (Batterien, Kompanien) wurden durch einen zusätzlichen Buchstaben gekennzeichnet.

So bedeutete zum Beispiel die Feldpostnummer:

  • 16846A  =  Stab/Pionier-Bataillon 3 
  • 16846B  =  1. Kompanie/Pionier-Bataillon 3        
  • 16846C  =  2. Kompanie/Pionier-Bataillon 3  
  • 16846D  =  3. Kompanie/Pionier-Bataillon 3 

Da während des Krieges viele Verbände aufgelöst, ihre Feldpostnummern gelöscht und diese nach einiger Zeit erneut vergeben wurden, ist in der Regel mit der   zwei- bis dreifachen Besetzung der gleichen Feldpostnummer zu rechnen. Von der Feldpostübersicht kamen im Laufe des Krieges - etwa halbjährlich - Neudrucke heraus, sodass zur zweifelsfreien Einheitszuordnung die Zeitangabe der Absendung des Briefes vonnöten ist.

Da die Verlustlisten und Erkennungsmarkenverzeichnisse nach Waffengattungen und Truppenteilen geordnet sind, ist für die Ermittlungen in diesen Unterlagen die Kenntnis der offenen Anschrift wichtig. Da diese den ehemaligen Soldaten und besonders den Angehörigen nicht mehr bekannt sind, kann anhand der Feldpostnummernverzeichnisse  die jeweilige Einheit festgestellt werden.

Die Deutsche Dienststelle (WASt) verfügt über Feldpostnummerverzeichnisse aus den Jahren 1939 bis 1945, mit denen die Feldpostnummern entschlüsselt werden können.