Deutsche Dienststelle (WASt)
 

Unterlagen der DD-WASt

Verlustlisten und Einzelmeldungen

Die vom Heer, der Luftwaffe und der Kriegsmarine erstellten Verlustlisten und -karteien sind nahezu vollständig erhalten geblieben und befinden sich hauptsächlich im Ref. II A der Deutschen Dienststelle (WASt) - Ausnahme: Kriegsmarine. Zuzüglich der Bestände an Verlustlisten der Waffen-SS und Polizeiverbände handelt es sich hierbei um rund 150 Millionen Verlustmeldungen. Nach den Dienstvorschriften der Wehrmacht meldeten die Truppenteile, Dienststellen, Lazarette und Sanitätseinrichtungen die bei ihnen während des Krieges eingetretenen personellen Verluste (hierzu zählen Verwundungen, Erkrankungen, Vermisste, in Gefangenschaft Geratene und Gefallene) der WASt. Insbesondere für den Nachweis von Wehrdienstbeschädigungen, zur Bestimmung des örtlichen und zeitlichen Einsatzes von Wehrmachteinheiten, aber auch zur Klärung der Schicksale von vermissten Soldaten sowie die Ermittlung von Kameradenanschriften für die Klärung von Kriegssterbefällen und Zeugenaussagen werden diese Unterlagen auch heute noch benötigt.

Sämtliche der WASt zugehenden » Erkennungsmarken werden nach erfolgter Registrierung zwecks eventuell späterer Herausgabe an die Angehörigen gesondert im Ref. II A aufbewahrt.

Des Weiteren existiert eine Kartei über Volkssturmangehörige sowie 67 alphabetisch sortierte Aktenordner mit Kriegsgerichtsurteilen.

Aufzeichnungen über Hilfswillige oder fremdvölkische Verbände, wie z. B. Kroatische Jäger Brigaden, Wolga-Tataren und Arabische Legionen, die deutsche Erkennungsmarken verausgabten, liegen nur vereinzelt vor. In diesen Fällen ist überwiegend auch nur das deutsche Rahmenpersonal aufgeführt.