Deutsche Dienststelle (WASt)
 

Unterlagen der DD-WASt

Zentralkartei

Die zentrale Namenskartei enthält rund 18 Millionen alphabetisch-phonetisch geordnete Karteikarten.


Zentralkarteikarten

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In der Zentralkartei wurden seit Kriegsbeginn 1939 alle eingehenden personenbezogenen Meldungen und Hinweise sowie jede Anfrage bzw. Auskunft über den betreffenden Kriegsteilnehmer erfasst.  Neben den Personaldaten sind z.B.  Meldungen über Verwundungen, Lazarettaufenthalte, Vermisst- und Sterbefälle, Kriegsgefangenschaft und Grablagen erfasst. Außerdem sind Heimatanschriften, Angehörige und alle Anfragen und Auskünfte zu der betreffenden Person vermerkt.

Datenerfassung

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Im Referat II A werden u.a. die Fundstellen aller in der Deutschen Dienststelle (WASt) eingehenden und  vorhandenen Unterlagen mittels elektronischer Datenverarbeitung sukzessive erfasst. Dazu gehören auch die vor- und nachbereitenden Tätigkeiten, die im Zusammenhang mit der Erfassung und der virtuellen Pflege der erfassten Unterlagen stehen, also beispielsweise die Aktualisierung der Zentralkartei oder die Verwaltung des Hinweisverzeichnisses der Erkennungsmarkenlisten.

Seit April 1991 sind knapp 33 Millionen Datensätze erfasst worden. Darunter mehrere Millionen ungeordneter Einzel- und Sammelunterlagen aus dem Militärarchiv Potsdam und dem Staatsarchiv der ehemaligen DDR, Außenstelle Dornburg, die komplette Zentralkartei, Unterlagen über fremdländische Kriegsgefangene in deutschem Gewahrsam und über deutsche Kriegsgefangene in fremdländischem Gewahrsam.

Zurzeit erfolgt die Eingabe der erhalten gebliebenen Personalunterlagen der ehemaligen deutschen Marine (etwa 4 bis 5 Millionen Datensätze) und von Teilen der Gräberkartei (etwa 1,8 Millionen Datensätze).

Jeder erfasste Datensatz enthält die Felder:

  • Name
  • Vorname
  • Geburtsdatum
  • Geburtsort
  • Fundstelle
  • Zeitraum, bzw. bei deutschen Kriegsgefangenen in fremdländischem Gewahrsam die Kriegsgefangenen-Nummer.

Hieraus ergibt sich, dass Fundstellen der Unterlagen am einfachsten über die persönlichen Daten der gesuchten Person zu ermitteln sind. Eine möglichst genaue Angabe dieser Daten bei der Antragsstellung ist deshalb sehr hilfreich.

Außerdem werden zurzeit die Fundstellen weiterer kleinerer Datenbestände, wie den erhalten gebliebenen Stammkarten für Arbeiter und Angestellte der ehemaligen deutschen Wehrmacht und den Personalunterlagen des Labor-Service der US-Streitkräfte in Deutschland (ca. 350.000 Datensätze) mit in der Deutschen Dienststelle (WASt) entwickelten Applikationen erfasst.